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A country for old men…

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zumindest für die Sprüche. Also ich will sagen, Luther war schon ein begnadeter Texter. Viele von seinen Sprüchen sind heute immer noch aktuell und wenn man sich vorstellt, wie der heute twittern würde… irgendwie eine cooler Gedanke.
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Martin Luther –  grandioser Lehrmeister für jeden Werbetexter.

Wer hat noch nicht davon gehört: 2017 ist Reformationsjubiläum. 500 Jahre Martin Luther und Co. – historisch vor allem einer der großen Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes.
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Den Leuten aufs Maul geschaut.
Martin Luther, ein Meister der Sprache. Er hat nicht nur die Bibel übersetzt – und damit den deutschen Sprachschatz um einige weitverbreitete Redewendungen angereichert. Er hat vieles gesagt und getan, was uns auch heute – 500 Jahre nach der Reformation – immer noch zu denken gibt. Mit seinen Sprachkünsten könnte er es durchaus mit so manchen ausgezeichneten Werbetextern unserer Zeit aufnehmen. Seine Sprache war und ist treffend, plakativ und markig durch und durch.

Der Reformator hörte ganz genau hin, wie den Leuten um ihn herum der Schnabel gewachsen war und rang unermüdlich um jedes Wort. Damit gelangen ihm nicht nur besondere Wortschöpfungen, er „formte und prägte die Sprache entscheidend mit“, so der Sprachwissenschaftler Hartmut Günther. Der Wortschatz der Lutherbibel einte die vielfältigen Dialekte des deutschen Sprachraums, so dass sich heute Friesen und Bayern – überwiegend – derselben Vokabeln bedienen.
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Lückenbüßer, friedfertig, Machtwort, Feuereifer, Lästermaul, Morgenland … allesamt Worterfindungen Luthers. Auch so manche Redewendung damaliger Zeit würden wir heute möglicherweise nicht mehr kennen, hätte Luther sie nicht populär gemacht: Sein Licht unter den Scheffel stellen. Ein Stein des Anstoßes sein. Mit Blindheit geschlagen sein. Niemand kann zwei Herren dienen. … 

Wortakrobat und Revoluzzer.
Die Reformation war und ist ohne Zweifel stilprägend und revolutionär. Passend zum Reformationsjubiläum entwickelte die Kreativdirektorin Eva Jung von der Agentur gobasil Hamburg, eine Motivreihe mit über dreißig überraschenden Lutherzitaten. Die Gestaltung der Motive folgt ganz dem Motto: Weniger Weichspüler, mehr Kante. Weniger Ölgemälde, mehr Politplakat. Weniger Mittelalterspektakel, mehr Popkultur!

Viva la Reformation!

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